Aktuelles

Pressemitteilung vom 07.04.2021

Bodenaustausch abgeschlossen

Im März wurden die Arbeiten für den Bodenaustausch auf dem ehemaligen Gelände einer chemischen Reinigung in der Neuen Torstraße in Lemgo abgeschlossen, das Großlochbohrgerät abgebaut und abtransportiert. Der AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung, der Kreis Lippe und die Stadt Lemgo ziehen nun eine Zwischenbilanz: Insgesamt wurden 183 Bohrungen bis zu einer Tiefe von sieben Metern durchgeführt und dabei insgesamt ca. 3.800 Tonnen verunreinigter Boden ausgebohrt und durch sauberes Material ersetzt.

Zwischenbilanz und Ausblick

Aktuell werden die Kanäle an ihren alten Standort zurückverlegt. Dann müssen das Gelände der ehemaligen Reinigung wieder profiliert und die in Mitleidenschaft gezogenen Gärten wieder hergerichtet werden. Parallel läuft außerdem noch die Grundwasserreinigung bis etwa Mitte April.

Für die in-situ-chemische Grundwassersanierung, die sich in der nächsten Sanierungsphase anschließt, werden acht Brunnen gebohrt und 12 Messstellen für die Überwachung des Grundwassers gebaut. Dort werden innovative Verfahren zur Sanierung des Grundwassers eingesetzt.

Im Anschluss wird dann der Slavertor-Wall wieder hergestellt, d. h. der derzeit als Bereitstellungsfläche für die Baustelle dienende Bereich wird wieder zurückgebaut, der Park und die Wege werden wieder hergestellt und schließlich werden neue Bäume und Hecken angepflanzt. Die Grundwasser-Reinigungsanlage wird ebenfalls abgebaut. Dann kann dieser Bereich voraussichtlich im späten Frühjahr wieder für die Nutzung durch die Bürgerinnen und Bürger freigegeben werden.

Mitteilung vom 05.03.2021

Es geht voran

Die Bohrarbeiten neigen sich dem Ende zu. Hier einige aktuelle Fotos.

Mitteilung vom 15.01.2021

Beginn des Bodenaustausches durch Großlochbohrungen

Die Sanierung des Standortes der ehemaligen chemischen Reinigung an der Neuen Torstraße/Alter Wallkanal in Lemgo geht voran: Am 18.01.2021 beginnt mit dem Austausch des belasteten Bodens eine entscheidende Phase der Bodensanierung. Durchgeführt werden die Arbeiten im Auftrag des AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (Maßnahmenträger) in enger Abstimmung mit dem Kreis Lippe sowie Straßen und Entwässerung Lemgo.

Innerhalb von rund 8 Wochen werden auf dem Areal etwa 190 Bohrungen mit einem Durchmesser von 1,5 Metern durchgeführt. Die Tiefe der Bohrungen liegt zwischen 4 und 7 Metern, wobei rund 4.000 Tonnen belasteter Boden ausgebohrt und die so entstandenen Bohrlöcher direkt wieder mit unbelastetem Material verfüllt werden. Zur Emissionsminderung wird die Bodenluft beim Bohrvorgang abgesaugt und über Aktivkohle gereinigt. Die Arbeiten werden laufend gutachterlich begleitet. Für den bei den Bauarbeiten und dem damit verbundenen LKW-Verkehr nicht zu vermeidenden Baulärm bitten wir um Verständnis bei den Anliegern.

Um zu verhindern, dass sich durch die Bodensanierungsarbeiten gelöste Schadstoffe im Grundwasser weiter ausbreiten, wurden zwei Brunnen errichtet, über die eine Wasserhaltung erfolgt. Das bei den Arbeiten anfallende verunreinigte Wasser wird vor Ort gereinigt und anschließend sauber in die Kanalisation abgeleitet.

Mitteilung vom 17.12.2020

Abschluss der Rückbauarbeiten

Nach vorheriger Schadstoffsanierung wurden die Rückbauarbeiten im Dezember 2020 erfolgreich abgeschlossen. Die Errichtung der Wasserreinigungsanlage soll vor den Weihnachtstagen erfolgen. Vor Beginn der Bodensanierung im Jahr 2021 erfolgt ein Testlauf der Anlage.

Pressemitteilung vom 09.12.2020

Sanierungsmaßnahme gut gestartet

Die Arbeiten auf dem Gelände der ehemaligen chemischen Reinigung in der Neuen Torstraße kommen gut voran. Nach dem Abschluss der Einrichtung der Baustelle laufen dort seit Ende November die Rückbauarbeiten der beiden Gebäudeteile. Im Anschluss daran stehen nach Herstellung eines Bohrplanums und Aufbau der Wassereinigungsanlage im neuen Jahr die Großlochbohrungen für den Austausch des belasteten Bodens an.

Die anfallenden Bauabfälle werden separiert und fachgerecht entsorgt. Für den Rückbau der Bodenplatte, unter der sich belasteter Boden befindet, steht ein Bagger mit Schutzbelüftung bereit, welche die Arbeiter vor auftretenden Luftschadstoffen schützt.

Für die ab Januar anstehenden Großlochbohrungen sind bereits zahlreiche Vorbereitungen getroffen worden. In und an anliegenden Gebäuden wurden Setzungsmarkierungen, Schwingungsmessgeräte und Geräte zur Luftschadstoffmessung angebracht. Die Geräte erfassen und melden Erschütterungs- und Luftbelastungen, während der belastete Boden durch unbelasteten Boden ersetzt wird. Eine parallel permanent betriebene Luftreinigungsanlage und eine im Bedarfsfall einzusetzende Nebelanlage verhindern eine Ausbreitung möglicher Luftschadstoffe. Im Anschluss an die Maßnahme erfolgt die Wiederherstellung des Walls, dessen Benutzung voraussichtlich nach Ostern wieder möglich sein wird. Diese Maßnahmen beschließen den Projektabschnitt I der Sanierung.

Im zweiten Projektabschnitt wird das belastete Grundwasser in einem stufenweisen Verfahren dem Boden entnommen, gereinigt und wieder dem Wasserkreislauf zugeführt. Diese Maßnahme wird mehrere Jahre dauern, hat aber keine Beeinträchtigungen für die Anwohner*innen oder Besucher*innen des Walls zur Folge.

Gemeinsame Pressemitteilung von AAV, Stadt Lemgo und Kreis Lippe vom 22.10.2020

Sanierungsarbeiten am Alten Wallkanal gehen los

Am 26. Oktober 2020 starten die Arbeiten zur Sanierung des Bodens an der ehemaligen chemischen Reinigung in der Neuen Torstraße. Im ersten Projektabschnitt erfolgt der Abriss von zwei Teilgebäuden und der Austausch des belasteten Bodens. Dafür muss der Slavertor-Wall in diesem Bereich bis Frühjahr 2021 gesperrt werden. Durchgeführt werden die Arbeiten im Auftrag des AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (Maßnahmenträger) und in enger Abstimmung mit dem Kreis Lippe und Straßen und Entwässerung Lemgo.

Was passiert nun?
Zunächst werden die Baustelle und eine Bereitstellungsfläche am angrenzenden Slavertor-Wall eingerichtet. Der Wall muss dann für die Zeit der Sanierungsarbeiten bis Frühjahr 2021 im Baustellenbereich gesperrt werden. Für Fußgänger und Radfahrer werden Umleitungen eingerichtet und ausgeschildert.

Zur Absicherung der Bodensanierungsarbeiten werden zwei Brunnen errichtet, über die eine Wasserhaltung erfolgt. Das bei den Arbeiten anfallende verunreinigte Wasser wird vor Ort gereinigt und anschließend in die Kanalisation abgeleitet.

Die beiden zurückzubauenden Gebäudeteile, unter denen sich der Schwerpunkt der Bodenbelastung befindet, werden vor dem eigentlichen Abriss zunächst von den vorhandenen Gebäudeschadstoffen befreit.

Im Anschluss daran wird eine Arbeitsfläche hergestellt, auf der dann ein Bodenaustausch durch sich überschneidende Großlochbohrungen erfolgt. Hierbei werden 186 Bohrungen mit einem Durchmesser von 1,50 m ausgeführt, bei denen rund 6.000 Tonnen Boden anfallen. Die Bohrungen werden nach dem Aushub mit sauberem Füllmaterial verfüllt. Damit wird sichergestellt, dass ein wesentlicher Teil des Schadstoffpotentials in diesem Bereich entfernt ist. Der belastete Boden wird zur Entsorgung in zugelassene Entsorgungsanlagen gebracht. Die LKW-Transporte des Materials erfolgen in geschlossenen Containern.

Nach Abschluss der Bohrarbeiten Anfang 2021 wird die Geländeoberfläche wiederhergestellt. Anschließend werden am Slavertor-Wall neue Bäume gepflanzt. Der Wall wird im Frühjahr 2021 wieder für die Öffentlichkeit freigegeben.

Arbeits- und Anwohnerschutz
Bei den angrenzenden Gebäuden wurde eine Beweissicherung durchgeführt und während der Bauarbeiten werden die Erschütterungen gemessen. Besonders wichtig ist der Schutz von Arbeitern und Anwohnern: deshalb wird die Konzentration der Schadstoffe in der Luft laufend überwacht und kontrolliert. Die in nächster Nachbarschaft der Baustelle wohnenden Haushalte sind mit einem Informationsschreiben über die Maßnahmen informiert worden.

Zur Beantwortung von Fragestellungen aller Art im Zusammenhang mit der Baustelle wird ein „Baubüro“ eingerichtet, in dem unter Beachtung der bestehenden Hygienevorschriften als Ansprechperson Petra Günther vom Ingenieurbüro IFUA-Projekt-GmbH zur Verfügung steht. Die Öffnungszeiten des Baubüros sind in der Regel:

Dienstag           von 10:00 – 13:00 Uhr und
Mittwoch           von 15:30 – 18:30 Uhr.

Die nahe Zukunft
Im Zuge der Wiederherstellung des Geländes werden Infiltrationspegel sowie Grundwassermessstellen eingebaut, um im Rahmen des anschließenden Projektabschnitts weitere Bodeneingriffe zu vermeiden. Geplant ist eine sogenannte „in-situ chemische Oxidation“ (ISCO) zur Entfernung vorhandener Restmengen der Schadstoffe.

Parallel dazu werden im Rahmen der Sanierungsarbeiten für den verbleibenden, noch verunreinigten Teil des alten Wallkanals weitere Arbeiten für einen Feldversuch vorangetrieben. So soll erprobt werden, inwieweit ein mikrobieller Schadstoffabbau erfolgen kann.